Übergang von der Schule in den Beruf: Besuch in der Erich-Fried-Schule

Ein Thema, das mir in meiner Arbeit besonders wichtig ist, ist der Übergang von der Schule in den Beruf und die Wertschätzung, die wir als Gesellschaft Ausbildungsberufen entgegenbringen. Der Weg voran kann über ein Studium gelingen, aber genauso gut über eine Berufsausbildung. Deshalb besuche ich gerne Schulen in Bottrop, Gladbeck und Dorsten, um mir vor Ort ein Bild zu machen.

Besonders beeindruckend ist ein Projekt an der Erich-Fried-Schule in Gladbeck. Dort stehen den Schülerinnen und Schülern erfahrene Ruheständler der IGBCE mit Rat und Tat zur Seite, um sie beim Übergang in das Berufsleben zu unterstützen.

Für die Arbeit in der Motoren- und Mechanik-AG wurde ein Automotor gesucht. Michael Gerdes stellte kurzerhand einen Kontakt zum Geschäftsführer des Bottroper Familienunternehmens Baytemür her, der sich freute, die Schule auf diese Weise unterstützen zu können.

In fünf Arbeitsgruppen stehen die Tätigkeitsfelder Metall, Elektrotechnik, Holz, Einzelhandel und Pflege im Mittelpunkt. Walter Hüßhoff, der das Projekt an der Hauptschule im Schulzentrum Gladbeck-Brauck ins Leben gerufen hat, möchte den Schülerinnen und Schülern so eine ganze Bandbreite unterschiedlicher Berufe vorstellen. Durch die Kooperation mit örtlichen Unternehmen und Verbänden erhalten die Schüler/innen auch einen Einblick in den Berufsalltag. Und nebenbei haben sie in der Schul-Werkstatt unter anderem ein eigenes Hybridkraftwerk gebaut. Ein Pumpspeicherkraftwerk – höher als das Werkstatt-Dach – steht kurz vor der Fertigstellung.

Im März 2018 habe ich den IGBCE-Senioren eine Urkunde über die Teilnahme am „Otto-Wels-Preis für Demokratie“ überreicht. Damit zeichnet die SPD-Bundestagsfraktion kreative Ideen und Konzepte aus, mit denen sich Bürgerinnen und Bürger für ein nachbarschaftliches Gemeindeleben, für soziale Integration oder ein lebendiges Miteinander im Stadtviertel einsetzen. Auch wenn es mit dem Hauptgewinn nicht geklappt hat: Das Projekt hat in Berlin einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

 

Schule und Politik

Besuche in den Schulen meines Wahlkreises nutze ich außerdem, um mit Jugendlichen über Demokratie und politisches Engagement zu sprechen. Dann stehen ganz andere Themen im Vordergrund: Was macht eigentlich ein Bundestagsabgeordneter? Warum lohnt es sich, politisch aktiv zu werden, sich einzumischen?

Gruppenfoto mit den Schülerinnen und Schülern der 10. Klasse der Hauptschule Welheim und ihren Klassenlehrerinnen

Ich erzähle dann gerne, wie ich in die Politik gekommen bin und erkläre, warum man nicht gleich in eine Partei eintreten muss, um sich gesellschaftlich zu engagieren. Politik ist schließlich das, was man macht, wenn man sich für etwas einsetzt, das einem wichtig ist. Und wenn es dabei nicht nur um eigene Interessen geht, sondern auch um das Allgemeinwohl.